Gaia-Roboter

Robotermodell der im Sol-System ansässigen Kalypso-Werke, des letzten terranischen Konzerns, der nach dem Ende des Terra-Kriegs von der Claifex geduldet wurde. Die Gaia-Roboter wurden maßgeblich von Dr. Susannah Tomasi mitentwickelt und verfügen über einen hohen Grad an Autonomie, jedoch keine KI.

Menschen

Viele Menschen sind nach der Zerstörung ihres Heimatplaneten und dem größten Teil ihrer Kolonien in alle Winde zerstreut worden. Die Claifex hat seitdem jeden Versuch, eine neue menschliche Kolonie zu gründen, mit aller Brutalität zunichtegemacht. Doch die hohe Widerstandskraft und Anpassungsfähigkeit der menschlichen Psyche und ihrer bereits vor vielen Generationen genetisch manipulierten Körper hat sie vor der endgültigen Ausrottung bewahrt.

Man munkelt von der Existenz geheimer Kolonien und die Gerüchte reichen von fantastischen Hohlwelten über als Asteroiden getarnte, enorme Raumstationen bis hin zu hypothetischen Metaraumtoren, die in unbekannte Galaxien reichen sollen.

Für einige wenige Völker sind die Menschen zu einem Symbol des Widerstandes gegen die Claifex geworden, zu Märtyrern. Für die meisten anderen Völker sind sie lediglich ein heimatloser Haufen Herumtreiber, mit denen sich nur die zwielichtigen Elemente der Gesellschaft einlassen.

An vielen Orten wird der Kontakt zu Menschen gemieden, weil man Angst vor der Aufmerksamkeit der Claifex hat und Schwierigkeiten vermeiden möchte oder weil man weiß, das die Terraner einem feindlich gesinnten Opponenten wenig Chancen auf einen Sieg lassen. Etliche Völker aber, die sich neutral oder sogar loyal der Claifex gegenüber verhalten, sind den Menschen ganz offen feindlich gesinnt, da die offizielle Geschichtsschreibung die gesamte Menschheit zu einer Ausgeburt des Bösen abgestempelt hat.

An einigen Orten begegnet man eher einer größeren Anzahl Menschen als anderen. Einer dieser Orte ist der Planet Katara II.
Ganz sicher aber begegnet man keinem Menschen innerhalb des Motaxun-Systems, es sei denn auf dem Weg zur Hinrichtung.

Einigen wenigen Menschen ist es trotz aller Widrigkeiten gelungen, zu Wohlstand und relativem Ansehen zu gelangen, zum Beispiel der Inhaberin der Kalypso-Werke, Demi Tomasi, die jedoch ihre Existenz vor den Augen der Claifex bedeckt halten musste, bis die VerWel diesen Missstand behob.

Viele Menschen leben als Einzelgänger, seltener in kleinen Familien, ganz selten in Sippen und verdienen sich in den verschiedensten Bereichen ihren Lebensunterhalt.

Ihre Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Klimata und ihre hohe Widerstandskraft gegenüber den meisten Krankheitserregern im Verbund mit ihrer enormen Fähigkeit zur intellektuellen Adaption stellt ihre größte Stärke dar und es gibt kaum einen Ort in der Galaxis, an dem man nicht einem Menschen begegnen könnte.

Im Gegensatz zu den Menschen der frühen Neuzeit (Homo sapiens) weisen heutige Vertreter dieser Spezies einige Veränderungen aufgrund intensiver Anwendung gentechnischer Manipulation auf.

Trotz des Bestehens individueller Merkmale und Verhaltenseigenarten sind alle zur Zeit der „Genetischen Revolution“ bekannten und bereits antizipierten körperlichen und geistigen Krankheiten, die auf den menschlichen Körper Einfluss nehmen könnten, durch eine radikale Veränderung des Immunsystems und Metabolismus weitestgehend wirkungslos gemacht worden.

Die genetischen Vorgaben wurden erweitert, wo möglich und sonst bis an ihre Grenzen gebracht. Zum Beispiel verfügt ein durchschnittlicher Mensch um 350% der Sehfähigkeit eines gesunden Menschen vor der Genetischen Revolution, was die Auflösungsgrenze der Retina darstellt.

Alle weiteren Sinne sind ebenfalls hoch entwickelt, z.B. ist der Geruchssinn besser, die Schallwahrnehmung durch das Ohr gleichzeitig robuster und empfindlicher, die Haut 25% dicker, die Heilungsrate höher als bei Neugeborenen, die Empfängnisfähigkeit bewusst steuerbar, Muskeln und Beatmungsapparat auf olympischem Niveau, das Skelett stärker und flexibler, die Zähne selbsterneuernd, etc.

Das Schlafbedürfnis konnte auf ein Minimum von vier Stunden in drei Tagen reduziert werden, dennoch verspüren viele Menschen in emotional oder seelisch anstrengenden Perioden ein größeres Verlangen nach Schlaf, oder folgen einem Tag-Nacht-Rhythmus, der ihrer Lebenssituation angepasst ist, z.B. im Zusammenleben mit anderen Spezies.

Die größte Veränderung der genetischen Grundlage geschah während der Genetischen Revolution durch die Ausdehnung der Lebenszeit. Ein durchschnittlicher Mensch wird bis zu 400 Jahre alt, einige sogar 600 oder älter. Nach dem Heranwachsen wird der Alterungsprozess stark verlangsamt, sodass ein Mensch erst in den letzten fünf Jahrzehnten deutliche Alterungserscheinungen aufweist.

Andere Völker der Claifex weisen ebenfalls Veränderungen ihrer genetischen Grundlage auf, jedoch sind die Menschen in der Entwicklung der technologischen Grundlagen schon führend gewesen, bevor sie in die intergalaktische Gesellschaft eintraten, wodurch ihnen die Anpassung an die harten Lebensumstände einer vom Aussterben bedrohten Spezies besser gelingt als anderen, die in ähnlicher Lage waren. In der Tat hatte man innerhalb der Führungsspitze der Claifex schon längst mit einem Aussterben der Spezies Mensch gerechnet.

Ungeachtet dieser enormen Überlebensvorteile neigt der Terraner zu Machtgier und moralischer und ethischer Wankelmütigkeit. Die kulturell bedingten Eigenheiten des Menschen führten zur Aufnahme des Krieges mit der Claifex-Regierung. Größenwahn und Arroganz zur beinahe erfolgreichen Vernichtung der ganzen Spezies.

Die größte Herausforderung des Menschen ist also eine Revolution des Bewusstseins, die trotz aller Gentechnik nicht erreicht werden konnte und immer noch auf sich warten lässt.

Terra

Als die Menschheit den Zugang zum Metaraum entdeckte und interstellare Raumfahrt möglich wurde, hatte dies innerhalb weniger Generationen enorme Auswirkungen auf das menschliche Miteinander.

Außerirdische kamen auf die Erde und brachten fremde Kulturen und neuartige Technologien mit sich, die zu einer Umwälzung der menschlichen Lebensbedingungen führte, die die Auswirkungen der „Genetischen Revolution“ noch übertraf.

Einfach zu bedienende Raumschiffe wurden für den ausreichend wohlhabenden Bürger, Gruppierungen oder Unternehmen durchaus erschwinglich, woraufhin große Teile der Menschheit in den Weltraum auswanderten, um das Abenteuer zu suchen, Reichtum zu erlangen oder eine Freiheit zu genießen, die es auf der Erde seit Langem nicht mehr gab.

Die veränderten Verhältnisse auf der Erde führten zu einer völligen Umstrukturierung bestehender Machtverhältnisse. Eine neue Regierung wurde geformt, die erstmals in der Geschichte der Menschheit den ganzen Planeten vereinte.

Erste unangenehme Berührungen mit der Claifex fielen in diese Zeit, jedoch kam es erst zu einer Zuspitzung der Lage, als die Terraner mit der Erfindung einer beeindruckend komplexen Computertechnologie überraschten, die die Claifex bis dahin noch nicht gesehen hatte. Der Synergieeffekt kumulierter Technologien in den Händen menschlicher Forscher und Ingenieure war derart ungeheuerlich, dass die Claifex mit ihrem langsamen politischen Apparat zwei Jahrzehnte brauchte, bevor sie die Erde und ihre mit KIs bemannte Flotte kolossaler Schlachtschiffe als Gefahr einstufte.

Da die Erdregierung in grenzenloser Selbstüberschätzung eine Konfrontation mit der Claifex riskierte, wurde Terra nach einem der längsten Kriege, den die Claifex je geführt hat, durch eine Metaraumbombe, die durch das Abwehrnetz in der Heliopause des Solsystems geschleust werden konnte, beinahe restlos vernichtet. Hätte die Bombe aufgrund eines verzweifelten Selbstmordkommandos der terranischen Streitkräfte nicht den Erdmond, sondern die Erde selbst getroffen, so wäre nicht viel von der Erde übrig geblieben. Die Auswirkungen der Zerstörung des Erdmondes waren dennoch so weitreichend, dass nur wenige Menschen auf der Erde überlebten.

Die Erdregierung war zerschlagen, die Erde unbewohnbar geworden. Zeitgleich vernichtete die Claifex jede menschliche Niederlassung und Zuflucht, die sie finden konnte, und verdammte alle verbliebenen Menschen so zu einer halt- und rastlosen Lebensweise im Weltraum.

Man rechnete sich innerhalb der Claifex-Führung aus, dass diese Maßnahmen ausreichen würden, um der Menschheit den Todesstoß zu versetzen und stellte die aktive Verfolgung zehn Jahre nach dem Ende des Krieges ein. Doch die Menschen erwiesen sich als sehr viel widerstandsfähiger, sodass eine unbekannte Anzahl von Ihnen immer noch im Weltraum anzutreffen ist. Erheblich häufiger sogar, als die Führung innerhalb der Claifex für möglich hält.

Neu-Sybaris

Ehemalige Stadt von Superreichen Terras, welche sich aufgrund des nahenden Genkrieges in die Antarktis zurückzogen, um dort ein Leben im Luxus zu führen.

Der Name ist ein Querverweis auf das antike Sybaris, deren Einwohner ein derart dekadentes Leben führten, dass der Begriff „Sybarit“ zu einem Synonym für verweichlichte Reiche wurde, welche sich nur um ihr eigenes Wohlergehen sorgen.

Mars

Der vierte Planet des Sol-Systems und Sitz der Kalypso-Werke, die für die Produktion der Gaia-Roboter bekannt sind.

Nach der Verwüstung Terras wurde erwogen, den Mars ebenfalls zu zerstören. Da jedoch erhebliche wirtschaftliche Interessen durch die fortschrittlichen Gaia-Roboter bestanden, wurde dieser Plan nicht umgesetzt. Als politischen Kompromiss fror man das Terraforming im Status Quo ein, was dazu führte, dass der Mars seit Jahrhunderten eine nur teilweise funktionierende Atmosphäre aufweist.

Spoilerwarnung NKI ?
Seit dem Ende der Claifex gilt der Mars als Machtzentrum des Sol-Systems und Sitz der Übergangsregierung Terras. Den Kalimbari wurde nach dem Massaker im Opial Asyl in Basis 312 gewährt (Kalimbars Hoffnung).

Kalimbars Hoffnung

Auch als Basis 312 bekannt.

Spoilerwarnung NKI 13
Basis auf dem Mars, welche die Kalimbari durch Iason erhielten und in Kalimbars Hoffnung umbenannten. Sie erhielt den Status einer Botschaft, zu deren Repräsentantin Sieraa ernannt wurde. Die Kalimbari bauten hier ihre Reinkarnationsmaschine neu auf und bereiteten die Basis auf die Wiedererweckung all jener Kalimbari vor, welche die Dreizehn mit meiner Hilfe auf einem Backup-Speicher hatten retten können.

Siehe auch: Sol-System

Gaia

Alter Name für Terra.

Siehe auch Gaia-Roboter und Gaia-KI.

Basis 312

Der ursprüngliche Name der Zuflucht auf dem Mars, die den dreizehn überlebenden Kalimbari überlassen wurde.

Tomasi, Susannah

Dr. Susannah Tomasi, Adoptivtochter von Dr. Demi Tomasi: akademische Grade in Humanmedizin und Ingenieurwesen, Terranerin, Cyborg, leitende Führungskraft der Kalypso-Werke, Entwicklungsführung der Gaia-Modellreihe.

Spoilerwarnung NKI 4
Susannah stammt ursprünglich von Zeux, einem fast vollständig von urbanen Strukturen bedeckten Planeten, der aufgrund seiner fragwürdigen Etablissements und harten Lebensumstände für die unteren sozialen Schichten eine traurige Berühmtheit erlangte. Susannah flüchtete als Teenager auf einem Frachter, der zum Sol-System flog, um die auf dem Mars ansässigen Kalypso-Werke anzusteuern. Bei einem automatisierten Entladevorgang, der ihre Flucht als blinder Passagier von Bord begünstigte, wurde sie versehentlich von einem Ladekran angestoßen und in ein Hochspannungsnetz geworfen, was zum Verlust ihrer Arme, Beine, Augen und einiger innerer Organe sowie der Wirbelsäule führte, die allesamt durch Prothesen ersetzt wurden. Der massive Eingriff war eine psychische Belastung, die zu Selbstmordversuchen der jungen Frau führte, die erst aufhörten, als sie die notwendigen Kenntnisse zur Konstruktion von Ersatzkörperteilen nach eigenen Ideen erlangte. Sie ersetzte die äußerlich menschlich wirkenden Prothesen durch klar als solche erkennbare, künstliche Gliedmaßen, die aus dem seltenen Nefilim-Metall gefertigt wurden. Probleme mit den Prothesen und deren Ersatz sind jedoch allgegenwärtig und Susannah sucht nach Möglichkeiten, diese zu beheben.