Gaia-Roboter

Robotermodell der im Sol-System ansässigen Kalypso-Werke, des letzten terranischen Konzerns, der nach dem Ende des Terra-Kriegs von der Claifex geduldet wurde. Die Gaia-Roboter wurden maßgeblich von Dr. Susannah Tomasi mitentwickelt und verfügen über einen hohen Grad an Autonomie, jedoch keine KI.

Hunderteins

Einer von Iason Spyridons Gaias, die vielfach modifiziert wurden, nachdem Iason sie als Standardmodelle ohne kostspielige Extras erworben hatte. Da die Gaias zur leichteren Unterscheidung Seriennummern auf den Brustplatten eingeprägt haben, hat Iason sie einfach aufgrund der ersten Ziffern benannt, die dort zu lesen sind: 101 und 42.

Hunderteins ist ein Standardmodell-Gaia, der im Laufe seiner Betriebszeit etliche Umbauten und Modifikationen erfahren hat.

Hier ein Auszug aus seinem Betriebsprotokoll:

  • Inbetriebnahme erstmalig durch Diagnoseeinheit 20w2-B, Olympus Mons, Sol IV: Alle Funktionen einwandfrei.
  • Verkauf an Kapitän Iason Spyridon und Montage der Ladestation auf dem Raumschiff Cheiron.
  • Aufnahme des Kooperationsprotokolls mit Einheit 42, Chargennummer, 129230, Seriennummer 42-381-729Z.
  • Durchführung einer intensiven Reinigungsroutine der Sanitäreinheiten, erfolgreiche Entfernung von insektoiden Kleinstlebewesen nach Protokoll Iason Spyridon 1a: „Na, dann hol doch dieses blöde Spray aus der Kombüse und nebel die Mistviecher damit ein.“
  • 1203 Verhaltensupdates nach erster Aktivitätsphase.
  • Erster Ladevorgang nach kritischer Beinaheentladung erfolgreich eingeleitet.

Kalypso-Werke

Als die Kalypso-Werke gegründet wurden, gab es noch eine von Menschen bewohnte Erde, die in verschiedene Nationen unterteilt war, die mit der Entdeckung der interstellaren Raumfahrt mehr und mehr ihren Weg in den Weltraum fanden.

Nach wenigen Jahrzehnten und einem bald florierenden Handel mit dem Rest der galaktischen Gesellschaft wurde der Stammsitz der Kalypso-Werke auf Sol IV verlegt, der Mars genannt wurde, als die Erde noch existierte. Dort sind die Kalypso-Werke bis heute ansässig, wobei die Produktion für über zwanzig Jahre nach dem Ende des Krieges mit Terra stillstand, als man sich innerhalb der Claifex nicht zu einer Entscheidung durchringen konnte, ob diese zerstört werden sollen oder nicht. Als ein Engpass in der Versorgung mit Ersatzteilen für die zahlreichen im Einsatz befindlichen Roboter aus der Produktion der Kalypso-Werke nach einer politischen Lösung forderte, wurden die Werke kurzerhand wieder in Betrieb genommen.

In den vergangenen vierhundert Jahren sind die Kalypso-Werke zu einem Begriff für die höchste Qualität im Bau von Robotern und hochleistungsfähigen Rechnern geworden. Trotz einer hohen Nachfrage ist ein Ausbau der Produktion aus geschichtlichen und politischen Gründen untersagt worden, so dass man beim Erwerb eines Kalypso-Roboters mit hohen Preisen und langen Wartezeiten rechnen muss.

Die Situation der Kalypso-Werke änderte sich mit dem Untergang der Claifex und der Entstehung der VerWel, als diese die Souveränität Terras und des Sol-Systems anerkannte. Dr. Demi Tomasi, die seit dem Ende des Terra-Krieges insgeheim die Kalypso-Werke leitete, hat seitdem offiziell die Leitung inne und treibt den Ausbau der Werke mit aller Macht voran. Ein großer Konkurrent, der Cronac-Konzern, kämpft mit allen Mitteln gegen die Kalypso-Werke, was nicht zuletzt mit seiner Lage im Motaxun-System zu erklären ist.