KI

Künstliche Intelligenz. Seit der ersten Begriffsschöpfung vielfach gebraucht, wurden simple Algorithmen, komplexe Systeme, WBE-Anwendungen und tatsächliche synthetische Intelligenzen als KI bezeichnet. Der Nefilim Odin und die als KI bezeichnete Entität Erebos suchen nach einer Möglichkeit, eine KI zu erschaffen.

Obwohl es extrem leistungsfähige Rechner und Roboter gibt, ist die Entwicklung einer echten KI nur im Falle der Nefilim gelungen, die als einzige Maschinen über ein voll entwickeltes Bewusstsein verfügen. Sie sind die einzigen offenen Systeme, mit einer Fähigkeit zur gezielten, selbstverbessernden Entwicklung, die programmierten Maschinen, egal wie komplex diese auch sein mögen, fehlt. Ein Nefilim ist in der Lage, sich in extrem hohem Maße seinen Betriebsbedingungen anzupassen und verfügt über die Möglichkeit, seine persönlichen Erinnerungen mit anderen Nefilim auszutauschen, sodass jeder Einzelne mit seinen Erfahrungen zu einer Weiterentwicklung aller Nefilim beiträgt, wenn er Kontakt mit ihnen aufnimmt. Auf lange Sicht wird so eine Weiterentwicklung der KI ermöglicht, die auf realen Bedingungen beruht und nicht auf der Vorwegnahme durch programmierte Parameter.Odin

Mechanoiden

Sammelbegriff für alle synthetischen Lebewesen, die ihren Ursprung in den Schrottschluchten von Floxa II haben. Von den Wölfen und Raben Odins, über die von simplen Instinkt-Programmen geleiteten Arachnoiden und anderen Formen in den oberen Schichten der Schrottschluchten bis hin zu intelligenten Vertretern der Art wie Erebos oder dem Forumssprecher der Mechanoiden auf Floxa II.

Die Ursprünge der Mechanoiden sind unklar, doch der Nefilim Odin vermutete nach jahrhundertelangem Studium der Mechanoiden, dass diese selbsttätig in den besonderen Bedingungen Floxas II entstanden, ähnlich natürlicher Evolution, jedoch hervorgehend aus ursprünglich von biologischen Wesen konstruierten Maschinen, Robotern, Computern und deren Softwarecode.

Schrottschluchten

Bezeichnung für jene Orte auf Floxa II, die sich durch jahrtausendelange Ablagerung von schrottreifen Raumschiffen, Maschinen, Robotern und anderen Dingen ergeben haben. Die Seitenwände der Schrottschluchten werden oft durch Flanken teilweise zerlegter Raumschiffe gebildet. Die Schrottschluchten heißen so, weil sie nicht selten über viele Kilometer in Länge und Tiefe bis zur fast vollständig bedeckten Oberfläche Floxas reichen, auf denen die Fundamente der Atmosphärenwandler zu finden sind.

Je tiefer man in die Schrottschluchten eindringt, umso größer ist die Gefahr, den Bewohnern Floxas zu begegnen. Findet man an der Oberfläche überwiegend Gangmitglieder und Crews gelandeter Schiffe, leben in den mittleren Schichten schon die mit den Gangs befeindeten Stämme, die ihre Gebiete befestigt haben und verteidigen.

Weiter unten, wohin nur noch wenig bis gar kein Tageslicht vordringt, leben die Mechanoiden .

Durch die Veränderung Floxa s, bedingt durch Erebos ‚ Wandel, verändern sich auch die Schrottschluchten, doch die schiere Masse von Schrott, die sich im Laufe von Jahrtausenden auf Floxa angesammelt hat, bleibt erhalten und auch die tiefsten Orte gelten immer noch als unentdeckt.

Floxa II

Auch der »Schrottplatz« genannt. Der Planet wird seit Jahrtausenden als Schrottplatz benutzt und Schichten über Schichten alter Raumschiffe, Fahrzeuge, Maschinen und Roboter stapeln sich kilometerhoch auf der gesamten Oberfläche, die fast nirgendwo erkennbar geblieben ist.

Vor Jahrtausenden waren hohe Türme mit Vorrichtungen zur Wandlung der Atmosphäre errichtet worden, von einer für lange Zeit unbekannten Spezies, deren Identität (Nuou) mittlerweile nur Iason und seine Gefährten erfahren konnten.

Die Atmosphäre war jedoch für kaum eine Spezies atembar und so kam es zur Nutzung des Planeten als Schrottplatz. Während der Claifex-Periode gab es eine Orbitalstation für verbannte Partik, die im Laufe der Jahrhunderte durch immer mehr angedockte Schiffe erweitert worden war. Die Orbitalstation verwaltete lange Zeit den Verkehr auf Floxa, hatte aber keine echte Befehlsgewalt.

Auf Floxa selbst landeten viele kleine und mittlere Schiffe in Privatbesitz, deren Eigner sich auf günstige Weise Ersatzteile beschaffen wollten oder mussten.

Auf der Oberfläche herrschten früher die Gangs, lose und gewalttätige Zusammenschlüsse von allen möglichen Flüchtlingen und Kriminellen, die sich Fahrzeuge aller Art beschafft oder gebaut hatten, um Jagd auf die Crews gelandeter Schiffe zu machen.

Unter der Oberfläche, in den oberen Schichten der Schrottschluchten, leben immer noch die Stämme, die inzwischen in Floxas Rat vertreten sind.

In den tiefsten Ebenen finden sich die großen Mechanoiden, synthetische Lebewesen von mehr oder weniger entwickelter Intelligenz. Sie entstanden, als sich zufällig generierter, viraler Code über immer noch funktionierende Computersysteme und Funknetze in den Wracks verteilte und anfing, Eigenleben und schließlich mechanische Körper zu entwickeln.

Spoilerwarnung NKI ?
Der Mechanoid Erebos herrschte über die Mechanoiden, bis er durch einen Sieg über Aureols infiltrierendes Alpha-Nest die Kontrolle über den gesamten Planeten erlangte. Seit die VerWel den Status von Floxa II als eigenständige Welt anerkannt hat, festigt sich der Ort mehr und mehr. Eine große Anzahl Terraner, Piraten und ehemalige Gefolgschaft Jarek Gerans, aber auch etliche andere Spezies haben hier ein Refugium gefunden.

Sirtarr

Intelligenter Mechanoid von Floxa.

Erebos

Mechanoid auf Floxa II.

GEHEIM! ZUGRIFF VERWEIGERT!
Spoilerwarnung
Bekannt geworden als intelligenter Mechanoiden-Herrscher in den Schrottschluchten Floxas, ist Erebos inzwischen durch eine Umprogrammierung der Alpha-Naniten auf Floxa II mit dem Rest des Planeten verbunden und kann Materie und Energie global manipulieren. Er hat sich dem Ziel verschrieben, Floxa II zu einer lebenswerten Welt und einer Heimat für alle verfolgten Spezies und Individuen zu machen. Seine Herkunft deutet jedoch auf eine ungeklärte Vergangenheit hin.

Wandel

Der Wandel ist ein Prozess, der von dem Mechanoiden-Herrscher Erebos eingeleitet wurde, als er mit Hilfe des Partik Truktock einen Angriff Aureols abwehrte und somit Kontrolle über die Alpha-Naniten erlangte.
Der Wandel verändert mittels über die Atmosphärenwandler-Türme der Nuou verteilten Naniten die Atmosphäre, Ökosphäre und gerüchteweise auch die Bewohner Floxas.

Skylla

Das Raumschiff Skylla ist ein einzigartiges Artefakt, das von dem Nefilim Odin als Ersatz für Iasons Cheiron I hergestellt wurde. Es wurde im Sternenreich Raronea erschaffen, zeitgleich mit dem Schiff Charybdis. Einige Besonderheiten des Schiffes sind seine ästhetische Gestaltung, seine enorme Bewaffnung und einige Prototypen von Nebenaggregaten, Schilden und Waffen. Als Iason in Aureols Gefangenschaft geriet, wurde die Charybdis einige Jahre lang von Susannah Tomasi genutzt, die eine geheime Kammer an Bord installierte. Infolge von Experimenten entwickelte die Proto-KI an Bord ein Bewusstsein und manifestierte sich zunächst. Später wurde bekannt, dass es sich um eine Kopie der Bewusstseins-Matrix von Susannah Tomasi handelte, die eine eigenständige Persönlichkeit entwickelte.

Neben der ungewöhnlich aufwändigen Gestaltung der Räume, verfügt die Kapitänskabine über ein barock verziertes Bett. Eine der Kabinen wurde für Truktock extra mit einem auf einem breiten Schwingarm wackelnden Bett ausgestattet, was für Partik sehr angenehm ist. Eine weitere Kabine wurde von Odin für Ari und Simeon ausgestattet, die damals noch ein sehr junges Paar waren.

„Ich fing das kalte kleine Ding auf. Es war ein Ring. Sein Gewicht war erstaunlich hoch. Er zeigte eine eigentümliche Verzierung, die mich an eine junge Frau und sechs Hunde erinnerte, die irgendwie miteinander verschmolzen.
[…] Ich ließ die Finger über den anthrazitfarbenen Rumpf gleiten und versuchte ein Gefühl für die Form zu bekommen. Das Design ähnelte der Charybdis, war aber schnittiger und kam ein wenig dem stromlinienförmigen Rumpf meiner alten Cheiron gleich. Figuren aus der Historie und Mythologie der alten Erde waren gekonnt in die Hülle eingearbeitet, jedoch deutlich zurückhaltender gestaltet, als bei der Charybdis. Eine Rampe führte mich zur Schleuse. Ich nahm den Ring zur Hand und setzte ihn auf. Ohne nachzudenken, hatte ich die rechte Hand gewählt. Der Ring schien sich an das Metall meiner Armprothese anzupassen und förmlich damit zu verschmelzen. Odin hatte Nanotechnologie benutzt, genau wie bei meiner Prothese, an deren Entwicklung er mitgewirkt hatte. Ich musterte den Fingerring und jetzt schien sich das Gesicht der jungen Frau und der Hunde mir zuzuwenden. Die Segmente der Tür teilten sich wie eine Irisblende und sanftes Licht fiel aus der Öffnung dahinter.
[…] Das Innere war schlichter gehalten, aber im Vergleich zur Cheiron ein Kunstwerk. Ein aufwändiges Lampensystem mit indirekter Beleuchtung und verzierte Paneele an den Wänden machten enormen Eindruck.
[…] Odin polterte voran und ich warf einen verstohlenen Blick auf den glatten Bodenbelag, halb befürchtend, er würde Dellen darin hinterlassen. Es war jedoch keine Spur zu sehen. Das Material musste von hoher Güte sein. Wir gingen eine flache Rampe hinauf in den hinteren oberen Teil der Skylla und betraten einen großzügigen Raum, der auf mehreren Ebenen gestaltet war.
Ich war sprachlos.
Jedes Instrument, jeder Sessel, jeder Schalter war eine kunstvolle Einzelanfertigung. Die ästhetischen Ansprüche, die Odin bei der Gestaltung des Rumpfes angelegt hatte, hatte er auf der Brücke konsequent fortgeführt. Polierte Metalle, seidenmatt schimmernder Sitzbezüge und eine grandiose Aussicht aus großzügig gestalteten Fensterflächen überwältigten mich.
Ich ging zu Odin hinüber, dessen Blick auf mir ruhte. »Das ist keine Brücke, das ist der Olymp! Der helle Wahnsinn! Ich habe noch nie so etwas gesehen. Wie … bist du bloß darauf gekommen?«
»Ich hatte vierhundert Jahre Zeit tausende von Schiffskonstruktionen zu studieren und habe damals mit den grundlegenden Planungen für eine neue Form von terranischen Raumschiffen angefangen. Ich wollte die Geschichte der Menschheit zurück in das Bewusstsein der Besatzung bringen, ihnen eine Möglichkeit zur Identifikation mit ihrer Herkunft geben. Ich bin womöglich etwas über das Ziel hinausgeschossen. Die Skylla und die Charybdis tragen die Bürde, Prototypen zu sein, die …«
Truktock brummte dazwischen. »Odin, nichts muss verbessert werden! Das Schiff ist ein Prachtstück. Hör auf, dich zu rechtfertigen!«
»Ich zeige euch den Maschinenraum.«
Odin gestikulierte mit der Hand und eine Stelle im Boden, die ich für eine kreisrunde Verzierung gehalten hatte, öffnete sich. Er trat in den Gleitschacht und sank hinab. Wir folgten ihm und glitten einige Decks nach unten. Aus irgendeinem Grunde hatte ich damit gerechnet, hinter die Kulissen zu sehen, doch der Maschinenraum war genauso gestaltet, wie der Rest des Schiffes. Eindrucksvolle Beleuchtung, verzierte Verkleidungen, stimmungsvolles Gesamtdesign.
Ich lachte ungläubig. »Man könnte fast hier wohnen.«
Odin deutete auf die einzelnen Aggregate und zeigte mir die Konsolen zur Steuerung und Diagnose. »Die Schildstruktur wird direkt durch den Antimateriereaktor gespeist. Es gibt keine Waffe, die dazu in der Lage ist, den Schild zu durchdringen.«
»Mo-mo-mo-moment. WAS?«
Truktock lachte leise und machte dann ein ernstes Gesicht. »Das ist Quatsch. Er nimmt dich auf den Arm.«
Odin schwieg und deutete auf das nächste Aggregat. »Dies ist ein Prototyp-GME, den ich für den Einsatz auf Schiffen optimiert habe. Er befindet sich noch in der Testphase und ist deaktiviert, bis ich die letzten Fehler beseitigt habe.«
»Ein gravitationsmodulierender Emitter? Ich dachte, die Dinger wären so schwer zu bauen?«
»Nur, wenn man sie in einen kleinen Nefilim-Korpus integrieren muss. Der Rumpf der Skylla fungiert als Emitterfläche.«
Er humpelte zu einem weiteren Maschinenblock.
»Dies ist ein vorläufiger Ersatz für die Bewaffnung und dient der Koordination der über den Rumpf verteilten Einzelwaffen. Ihr werdet euch mit regenerativen magnetischen Flux Kompressoren begnügen müssen, bis der GME funktioniert.
[…] Sie ließ ihren Zeigefinger auf meinem Bauch kreisen. »Ich bin hier sicher und die Beiboote der Charybdis sind flugbereit. Wir können jederzeit fliehen, falls das notwendig sein sollte.
[…] Eine Handvoll Mechanoiden versammelte sich auf der Rampe und stand Spalier. Diese Maschinen sahen anders aus, als die Ersten ihrer Art, die Odin von Floxa II mitgebracht hatte. Es waren sechs Stück, die sehr großen, unfreundlichen Hunden glichen. Das dunkle Metall ihrer Hüllen war massiv und widerstand sicherlich mancherlei Belastung. Sie sahen aus, wie kunstvoll gearbeitete Statuen, die als Verzierung für die Skylla oder die Charybdis gedacht waren. Die Oberflächen ihrer metallenen Rümpfe waren mit Ziselierungen und Einlagen versehen, ihre Augen schimmerten dunkelblau. Ich warf einen Blick auf meinen Ring und glaubte, die Züge der hundeähnlichen Mechanoiden in den Geschöpfen wiederzuerkennen, die auf der Rampe verharrten.